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e-GAP: Aufbruch in die Zeit der Elektromobilität in Garmisch-Partenkirchen
13.07.2012, 13:53kg
0 Kommentare bisherStartschuss in Garmisch-Partenkirchen als bayerische Modellkommune für Elektromobilität: Am Donnerstag, 12. Juli 2012, überreichte Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil die Genehmigungsschreiben zum Maßnahmenbeginn für verschiedene Vorhaben im e-GAP Projekt.
Wirtschaftsminister Zeil unterstrich dabei, dass ein besonderer Fokus auf dem Tourismus und der Erforschung ganzheitlicher Mobilitätsangebote liege. Das Ziel sei, Elektromobilität erfahrbar zu machen, »denn die besten Ideen und Konzepte für Zukunftsmobilität nutzen nichts, wenn sie von der Bevölkerung nicht angenommen werden.« So können Bürger, Touristen und Gewerbetreibende vor Ort nun beispielsweise mit BMW Mini E fahren und diese an E-Ladestationen auftanken.
Blaupause für weitere touristische Regionen
Gleichzeitig wird Garmisch-Partenkirchen ein Zentrum der Spitzenforschung, um nachhaltige Projekte und innovative Konzepte wie intelligente Ladeinfrastrukturen und Stromnetze vor Ort zu entwickeln. Bürgermeister Thomas Schmid betonte, dass sich die Marktgemeinde auf die E-Mobilität freue. Man erwarte eine neue Qualität an Arbeitsplätzen und einen starken Impuls für die Region. Rosi Mittermaier und Christian Neureuther, ehemals Deutschlands erfolgreichste Skirennläufer und Bürger von Garmisch-Partenkirchen, hoben besonders den Spaß hervor, mit einem lautlosen und emissionsfreien Mini E zu fahren. Schließlich lebten sie in einem Luftkurort, und E-Fahrzeuge machten die Gemeinde leiser. Professor Dieter Spath vom Fraunhofer Institut erläuterte, dass das Projekt e-Gap eine Blaupause für weitere touristische Regionen werden soll. Zehn verschiedene Projekte sind im Rahmen der Modellkommune Garmisch-Partenkirchen e-GAP geplant. Industrie und Forschungseinrichtungen arbeiten dabei eng zusammen, um den Stand der Wissenschaft zur Elektromobilität im ländlichen und touristischen Raum weiterzuentwickeln.
Der Alpenraum braucht für die Zukunft besonders umweltfreundliche Verkehrskonzepte, die ökologische Ansprüche erfüllen und den Menschen gleichzeitig Mobilität gewähren. Der Nationale Entwicklungsplan Elektromobilität der Bundesregierung rechnet mit rund einer Million Elektroautos bis zum Jahr 2020. Bereits 2010 hatte das bayerische Kabinett eine Fünf-Punkte-Strategie beschlossen und Garmisch-Partenkirchen als eine von drei Modellkommunen für Elektromobilität ausgewählt. Lage und Struktur der Marktgemeinde bieten gute Voraussetzungen, um innovative Mobilitätsansätze in Verbindung mit dem Einsatz regenerativer Energien im ländlichen Raum zu erforschen. Das zentrale Ziel des Forschungsprojektes „Modellkommune Elektromobilität“ ist ein ganzheitliches Mobilitätskonzept, mit dem geprüft werden soll, ob die innovativen Technologien auch tatsächlich im Alltag eingesetzt werden können.
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